Newsletter 2 2019

Newsletter 2 2019

May 29, 2019

socialdesign-Retraite – Versorgungsdichte – Not- und Schutzunterkünfte – Radio Vatican – UN-BRK – Twitter – und vieles mehr

Liebe Leserinnen und Leser

Wäre dieser Newsletter ein Frühlings-Blumenstrauss, so sähe das blumige Bouquet folgendermassen aus:
In der Mitte ragen verschiedene spannende Publikationen hervor, nämlich zu den Themen Versorgungsdichte in der ambulanten medizinischen Grundversorgung, zur aktuellen Situation der Not- und Schutzunterkünfte in der Schweiz, zur pastoralen Betreuung der KatholikInnen mit Migrationshintergrund sowie zu Schuldenberatung. Weiter zieren Veranstaltungshinweise (zu Arbeitsintegration, Menschen mit Behinderungen, Caring Communities) die Flanken. Schliesslich komplettiert ein buntes Sammelsurium an «Gut zu Wissen»-Hinweisen das Bouquet. In dieser Kategorie finden Sie unter anderem Wissenswertes zum Aktionsplan UN-BRK und einen Kinderschutz-Sensibilisierungsfilm. Sie erfahren zudem, welche Kompetenzen für die Lebens- und Arbeitswelt 4.0 notwendig sind, oder auch, welche bundesrätlichen gesundheitspolitischen Aktivitäten neulich verkündet worden sind. Und zu guter Letzt zwitschert Ihnen ein blaues Vögeli neugierig entgegen.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre und frühlingshafte Tage!

News von socialdesign

socialdesign zwitschert nun auch. Oder: socialdesign goes Twitter!
Wir zwitschern nun auch online! Seit März 2019 ist socialdesign auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns auf @socialdesign_ch und erfahren Sie aktuellste Neuigkeiten zu Themen, die uns bewegen oder publizierten Berichten. Wir freuen uns auf spannende Interaktionen im World Wide Web.

socialdesign lernt am City Walk mit der Blinden Kuh
Im April hat sich das ganze socialdesign Team hoch über dem Zürichsee in einer zweitägigen Retraite Gedanken und Ideen zur eigenen Weiterentwicklung gemacht. Welche Themenbereiche sind auch in Zukunft für uns zentral? Welche Visionen haben wir? Welche Kompetenzen können wir wie einsetzen und verknüpfen? Natürlich durfte auch der informelle Teil nicht fehlen. So begaben wir uns auf einen City Walk mit der Blinden Kuh, welche dieses Jahr übrigens ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Die socialdesignerinnen und socialdesigner erkundeten Zürich aus Sicht von sehbehinderten oder blinden Menschen. Wie ein solcher City Walk aussehen kann wurde an dem Tag von den «die_texter» für das Magazin Zürcher Sehhilfe festgehalten.

Publikationen

Modell zur Analyse der Versorgungsdichte in der ambulanten Grundversorgung
Zusammen mit dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (OBSAN) und der geo7 ag hat socialdesign ein Modell zur Analyse der medizinischen Versorgungsdichte erarbeitet. Mithilfe eines geografischen Informationssystems (GIS) können Versorgungszugänge grafisch dargestellt werden. Die Studie dokumentiert die Herleitung eines Indexes zum räumlichen Zugang von gesundheitlichen Versorgungsstrukturen (z. B. Spitäler). Erfahren Sie im Bericht mehr zum Nutzen der Methode bei der Analyse von regionalen Unterschieden in Bezug auf die Versorgungsdichte.

Situationsanalyse über Not- und Schutzunterkünfte
An ihrer Jahresversammlung im Mai haben die kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren im Beisein von Bundesrätin Frau Karin Keller-Sutter den Fokus auf die Prävention von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt gelegt. Als Basis der Diskussion für die Definition von Folgemassnahmen diente eine Situationsanalyse über die Not- und Schutzunterkünfte, welche socialdesign im Auftrag der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) erstellt hat. Über den Bericht hat auch das Westschweizer Fernsehen (RTS Info) berichtet. Zum französischsprachigen Interview geht es hier lang.

Situationsanalyse zur pastoralen Betreuung der KatholikInnen mit Migrationshintergrund goes Vatican 
Jedes dritte Mitglied der katholischen Kirche in der Schweiz hat einen Migrationshintergrund. Sie prägen das kirchliche Leben verschiedentlich mit. Eine Vielzahl an Missionen und Seelsorgegesellschaften stehen für die pastorale Betreuung dieser Mitglieder zur Verfügung. Welche Angebote gibt es? Wie sieht die Verteilung der finanziellen Mittel aus? Wie könnte die Zukunft einer Pastoral in Kontexten von Migration und menschlicher Mobilität aussehen? Diese und weitere Fragen werden im Bericht im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) beantwortet. Die Pressemitteilung zum Bericht stiess auf grosses Interesse und hat es in die Vatican News geschafft.

Evaluation der Schuldenberatung Aargau-Solothurn
Die Schuldenberatung Aargau – Solothurn bietet Dienstleistungen und Angebote für Angehörige und Betroffene an, die dazu beitragen Überschuldung zu verstehen, zu stabilisieren, zu beheben oder präventiv zu verhindern. socialdesign hat im vergangenen Jahr die Leistungserbringung der Schuldenberatung Aargau – Solothurn mittels eines multimodalen Ansatzes evaluiert. Eine Zusammenfassung dieser Evaluation findet sich im kürzlich publizierten Jahresbericht 2018.

Veranstaltungen

Für Kurzentschlossene: Innovation in Nonprofit Organisationen am 19. Juni 2019 in Olten
An der 2. Fachtagung Innovation in Nonprofit Organisationen der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und Arbeitsintegration Schweiz erwarten Sie Inputs und Praxisbeispiele zu gelebter Innovation zum Thema Menschen – Mut – Machen. Erfahren Sie, was Voraussetzungen, Modelle und Gestaltungsansätze für innovatives Handeln sein könnten. Das Detailprogramm finden Sie hier. Sind Sie interessiert, dann melden Sie sich bis zum 7. Juni 2019 hier an.

Tagung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 25. Juni 2019 in Basel
Das Eidgenössische Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB), der Dachverband Inclusion Handicap und die Juristische Fakultät der Universität Basel führen am 25. Juni 2019 eine gemeinsame Tagung durch. Thematisiert werden die neueren Entwicklungen und Fortschritte im Bereich des Behindertengleichstellungsrechts und im UNO-Ausschuss. Adressiert werden Umsetzungspartnerinnen und -partner auf Bundes-, Kantons- und Kommunalebene. Hier finden Sie weitere Informationen.

Save the Date: 2. Tagung des Netzwerks Caring Communities am 13. September 2019 in Zürich
Die 2. Tagung des Netzwerks Caring Communities findet am 13. September 2019 in Zürich statt. Adressiert sind Interessierte mit praktischem und wissenschaftlichem Bezug. Das spannende Programm finden Sie hier. Möchten Sie praktische Erfahrungen teilen, Konzepte und Werte von Caring Communities diskutieren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken? Dann melden Sie sich bis zum 1. September 2019 hier an. Die Tagung ist kostenlos.

Gut zu Wissen

Aktionsplan UN-BRK und Good-Practice-Beispiele 
INSOS Schweiz, CURAVIVA Schweiz und VAHS Schweiz haben in Zusammenarbeit einen Aktionsplan UN-BRK (UN-Behindertenrechtskonvention) erarbeitet und dabei Ziele und Massnahmen formuliert. Den Aktionsplan gibt es in einer ausführlichen und einer kurzen Version wie auch in leichter Sprache. Die Dokumente enthalten Empfehlungen für Anbieter von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung. Kennen Sie diesbezüglich Good-Practice Beispiele? Dann können Sie diese hier eingeben und die Sammlung für Interessierte ergänzen.

Die Homepage des Netzwerks Caring Communities erscheint in neuem Gewand
Interessieren Sie sich für das Thema „Sorgende Gemeinschaften“? Das Netzwerk Caring Communities ermöglicht es, Vereinen, Organisationen, aber auch Privatpersonen, partizipativ in den Austausch zu kommen. Der neuen Homepage entnehmen Interessierte mehr zum Netzwerk, welche Angebote es gibt, welche Termine anstehen oder auch sonstige Geschichten und Informationen zur Thematik.

Kinderschutz-Sensibilisierungskampagne geht in die zweite Runde
Wie können Eltern und Grosseltern herausfordernde Situationen mit ihren Kindern gewaltfrei entschärfen und gelassener reagieren? Im Sensibilisierungsfilm der Kampagne „Starke Ideen – es gibt immer eine Alternative zur Gewalt“ von Kinderschutz Schweiz werden Möglichkeiten aufgezeigt. Erfahren Sie, welche Handlungsalternativen aus der Perspektive von Eltern oder Grosseltern wirksam sein könnten. Film ab!

Was sind notwendige Kompetenzen für die Lebens- und Arbeitswelt 4.0?
Die Digitalisierung durchdringt die Lebens- und Arbeitswelt vieler Menschen. Welche Kompetenzen braucht es eigentlich, um in der digitalen Welt 4.0 aufzuwachsen, auszubilden, zu arbeiten und teilzuhaben? Mit dieser Frage befasst sich die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ). Vertiefte Antworten und Hinweise finden Sie in der erstmals veröffentlichten Analyse zu den notwendigen Anforderungen. Die Kurzversion gibt es hier.

Mittel für vereinfachte Einführung des elektronischen Patientendossiers gesprochen 
Ab April 2020 müssen Akutspitäler, Rehabilitationskliniken und psychiatrische Kliniken das sogenannte elektronische Patientendossier (EPD) einführen, Pflegeheime und Geburtshäuser bis April 2022. Damit dies einfacher gelingen kann, möchte der Bundesrat überkantonal tätige Stammgemeinschaften ermöglichen. Hierfür wurde eine entsprechende Verordnung über Finanzhilfen für das EPD angepasst. Demzufolge sollen Stammgemeinschaften mehr Mittel erhalten, wenn sich ihr Einzugsgebiet vergrössert. Detailliertere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Aktualisierte bundesrätliche Gesundheitsaussenpolitik 2019-2024 
Im Mai hat der Bundesrat die Schweizerische Gesundheitsaussenpolitik (GAP) aktualisiert und verabschiedet. Er hat dabei sechs Schwerpunkte gesetzt, unter anderem eine nachhaltige Gesundheitsversorgung oder der Schutz vor globalen Gesundheitsrisiken. Die aktualisierte Gesundheitsaussenpolitik orientiert sich an der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Gestalten Sie die dritte „Managementphase“ bewusst
Wie verändern sich eigentlich die Rollen, die sozialen Prozesse, Beziehungen und das Kommunikationsverhalten im Laufe einer erfolgreichen Berufskarriere? Welche Aspekte prägen die Motivation im Verlaufe der verschiedenen Berufsphasen? Was gilt es innerhalb der dritten „Managementphase“ zu beachten? Gestalten Sie diese dritte Phase bewusst! Hier gibt es wertvolle Tipps dazu.

Tipps für die erfolgreiche Integration von Menschenrechtsfragen in die Unternehmungsführung
Menschenrechte gelten in der Unternehmungsführung mindestens als strategischer Vorteil oder als ein Muss, dass Unternehmungen die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf die Menschenrechte bewusst berücksichtigen. Im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte haben das SECO und das EDA unlängst eine Broschüre veröffentlicht. Diese bietet einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Beste Grüsse aus Bern

Ihre socialdesign ag

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