Newsletter 4 2011

Newsletter 4 2011

October 12, 2011

Liebe Leserinnen und Leser

Der vorliegende Newsletter ist dem Thema Partizipation gewidmet. Partizipation steht für den Einbezug von Individuen und Organisationen in Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen. Sie macht Betroffene zu Beteiligten und schafft so Identifikation und Bindung. In diesem Sinne ist Partizipation ein Grundprinzip Sozialer Arbeit. Gesellschaftlich gesehen stärkt Partizipation aber auch das Vertrauen – in Prozesse und Resultate – und führt damit zum Aufbau von sozialem Kapital. In diesem Sinne ist Partizipation auch ein Grundprinzip von Demokratie. Schliesslich kann Partizipation auch helfen nachhaltige Lösungen zu finden und dabei noch Zeit und Kosten zu sparen. In diesem Sinne könnte man Partizipation auch zum Grundprinzip von Qualitätsentwicklung erklären. Wie wir das meinen, erfahren Sie im nachfolgenden Interview mit Andreas Dvorak. Dem Interview folgen weitere Beiträge zum Thema Partizipation. Und Sie erhalten wie immer Informationen über Neues von socialdesign, Tipps und Trends. Wir wünschen eine unterhaltsame Lektüre!

Interview: Peers & Co.

Der Peer-Ansatz im Dienste der Qualitätsentwicklung

Andreas Dvorak, Co-Geschäftsführer und Projektleiter von socialdesign, befasst sich seit längerer Zeit mit Formen des Peer-Ansatzes in der Qualitätsentwicklung. In welche Richtungen dies gehen kann und welche Chancen aber Gefahren damit verbunden sind, erfahren Sie in diesem Interview. [mehr]

Neue Wege: Partizipation in der Kampagnenarbeit

Evaluation der Dialogwoche Alkohol 2011

Als Auftakt zur neuen Alkoholpräventionskampagne des Bundesamtes für Gesundheit wurde im Mai 2011 eine gesamtschweizerische „Dialogwoche Alkohol“ organisiert und zusammen mit einer breiten Trägerschaft umgesetzt. Alkohol wird in der Schweiz als Kulturgut geschätzt. Obwohl gewisse Präventionsziele allgemein akzeptiert sind (Vermeidung von Alkohol am Steuer, Jugendgewalt und Rauschtrinken), besteht kein politischer Konsens bezüglich einer allgemeinen Alkoholprävention. Zahlreiche Akteure sind jedoch auf unterschiedlichen Ebenen in der Alkoholprävention tätig. Um Synergien zu fördern, wurde eine Kampagnenform nach dem bottom-up Prinzip entwickelt, welche die Akteure aktiv integrierte und gleichzeitig die Sichtbarkeit des Themas Alkohol national stärkte. Insbesondere sollte durch das neuartige Vorgehen auch die politische Akzeptanz der Alkoholprävention erhöht werden. [mehr] [plus]

Buchtipp

Partizipation – ein Kinderrecht

Das Kompendium „Partizipation – ein Kinderrecht“ zeigt verschiedenste Facetten von Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf und beschreibt, wie Partizipation konkret werden kann – in Afrika, Asien, Lateinamerika und bei uns. Zahlreiche Autorinnen und Autoren erörtern anhand von theoretischen Überlegungen und Begriffserklärungen, differenzierten Analysen, konkreten Projektreportagen, persönlichen Erfahrungsberichten, Interviews, Chat-Protokollen und Gedichten, was Partizipation bedeutet und wie sie Realität werden kann.
Hans-Martin Große Oetringhaus / Peter Strack (Hg.): Partizipation – ein Kinderrecht. Edition terre des hommes. Osnabrück 2011, Umfang: 327 Seiten

Tipp: TQM-Modell für europäische Verwaltungen

Struktur für die Selbstbeurteilung der Qualität öffentlicher Verwaltungen

Das Europäische Institut für Public Administration (EIPA) engagiert sich seit über zehn Jahren für die Qualitätsentwicklung in der öffentlichen Verwaltung im Sinne des Total Quality Managements. Zu diesem Zweck wurde der „Common Assessment Framework“ (CAF) im Sinne eines Europäischen Rahmenkonzeptes für TQM in der Öffentlichen Verwaltung auf der Basis des EFQM-Modells entwickelt. Eine kürzlich durchgeführte Evaluation hat gezeigt, dass seit dem Vorliegen des heutigen CAF (2006) über 900 Europäische Verwaltungen den CAF eingesetzt haben um ihre Organisation zu verbessern. Das CAF Resource Centre bietet zahlreiche Dienstleistungen an, so die frei zugängliche Sammlung von Beispielen guter Praxis, Ausbildungen, Vernetzung, Publikationen sowie einen Newsletter. [mehr]

Projektmanagementkurs Bundesstellen

Gesamtevaluation der Kurse 2009 – 2011

Um die privaten Projektträgerschaften zu professionalisieren und eine sachgerechte Ver-wendung öffentlicher Mittel sicherzustellen, führte die Fachstelle für Rassismusbekämpfung zusammen mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung von 2009 bis 2011 den Kurs „Projektmanagement für Projekteingebende und Projektleitende“ durch. socialdesign führte diese Kurse im Auftrag der Bundesstellen durch. Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung hat nun eine Gesamtevaluation der Kurse 2009-2011 veröffentlicht. [mehr]

Zu guter Letzt: Kopiergerät von socialdesign wird ausgezeichnet!

RICOH gewinnt EFQM-Award im Good-Practice-Wettbewerb

Für sein kundenorientiertes „Sustainability Optimisation Programme” hat RICOH den Hauptpreis in der „Sustainability Good Practice Competition” der European Foundation for Quality Management (EFQM) gewonnen. Bei dem Programm handelt es sich um einen Beratungsservice, der Unternehmen dabei hilft, ihren Dokumentenmanagementprozess CO2-neutral zu gestalten. Wir gratulieren! [mehr]

Mit den besten Grüssen aus Bern

Ihre socialdesign ag

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