Newsletter 4 2018

Newsletter 4 2018

September 4, 2018

Caring Communities, ANQ-Messungen, Ärgerbox, 25’000 Franken

Liebe Leserinnen und Leser

Wäre unser heutiger Newsletter ein Menü, so stünden Ihnen folgende Speisen zur Auswahl:
Als Amuse Bouche servieren wir Ihnen ein Interview mit Robert Sempach (Migros Kulturprozent, Abteilung Soziales) zum Thema Caring Communities. Dabei erfahren Sie, was Caring Communities sind und erhalten zudem Einblicke in die Zusammenarbeit mit socialdesign. Als Vorspeise haben wir für Sie eine Auswahl an Publikationen, darunter Ergebnisse zu ANQ-Messungen im Bereich Rehabilitation. Als Hauptgang offerieren wir Ihnen verschiedene Veranstaltungstipps. Haben Sie noch Lust auf ein Dessert, so bieten wir ein raffiniert angerichtetes Bouquet an wissenswerten Aktualitäten. Dabei erfahren Sie etwa, warum eine Ärgerbox Gutes tun kann. Sie finden aber auch Hinweise, wie Sie Abnehmerin oder Abnehmer von 25’000 Franken werden können. Mögen Sie zum Schluss lieber visuell-auditive Informationen anstelle eines Textes? Dann empfehlen wir das Video-Interview mit Regula Ruflin zum strukturellen Potential von Organisationen im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

Haben wir Sie gluschtig gemacht? Diese und weitere interessante Themen finden Sie im heutigen Newsletter! In dem Sinne: guten Appetit und angenehme frühherbstliche Tage!

Ergebnisorientiert, zukunftsgerichtet und professionell

Interview mit Dr. Robert Sempach, Projektleiter Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund, Direktion Kultur und Soziales

Haben Sie schon einmal von Tavolatas oder Caring Communities gehört? Wie könnten eine selbstorganisierte Tafelrunde oder eine sorgende Gemeinschaft dazu beitragen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird? Erfahren Sie im Interview mit Dr. Robert Sempach, Projektleiter Gesundheit bei Migros-Genossenschaftsbund, Direktion Kultur und Soziales, was hinter den beiden Begriffen resp. den dazugehörigen Projekten steckt und wie sich die Zusammenarbeit mit socialdesign im Hinblick auf die (Weiter-) Entwicklung der Projekte gestaltete.

News von socialdesign

Unser «Projekte und Beratungs-Team» erhält Verstärkung
Seit August 2018 verstärkt Dr. Cyrielle Champion  als Projektleiterin das Team von socialdesign. Die fliessend Deutsch und Französisch sprechende Romande hat in Public Administration zum Thema «interne Koordination der Sozial- und Beschäftigungspolitik in westeuropäischen Ländern» promoviert und verfügt über einen Master in Sozialwissenschaften. Wir sagen bienvenue und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

Stellenausschreibung im Auftrag
socialdesign begleitet zurzeit zwei Institutionen im Rekrutierungsprozess von mehreren Stellen. Sowohl das Sonnenrain Wohnheim als auch der Stift Höfli haben eine Stelle als Gesamtleitung resp. Institutionsleitung ausgeschrieben. Überdies sind in der Institution Stift Höfli zwei neu geschaffene Stellen in der Bereichsleitung zu vergeben. Mehr Informationen zu diesen spannenden Stellen und zu den Institutionen finden Sie hier.

Publikationen

Evaluationsergebnisse zu ANQ-Messungen im Bereich der Rehabilitation
Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) koordiniert und realisiert Qualitätsmessungen in der Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie. socialdesign hat im Auftrag des ANQ anhand einer Online-Befragung bei den Kliniken, Spitälern, Kantonen und Versicherern die Qualitätsmessungen in der Rehabilitation evaluiert. Die Ergebnisse finden Sie im Auswertungsbericht.

Was bedeuten uns «Caring Communities» und warum funktionieren sie?
Dieser und weiteren Fragen sind ca. 140 Interessierte im Rahmen der Netzwerktagung Caring Communities nachgegangen, welche im Juni 2018 auf Initiative von Migros-Kulturprozent stattfand. Was Caring Communities für die befragten Laien und die interviewten Fachexperten bedeuten, entnehmen Sie unserem Inputreferat. Weitere spannende Berichte sowie die am Workshop behandelten Fragestellungen (u.a. die Geschlechterfrage, Rolle der politischen Unterstützung, Sorgekulturen entwickeln) finden Sie mit einem Klick auf diesen Link.

Audio-visuelles Interview mit Regula Ruflin auf Sozialkanal.ch
Im Gespräch mit Herrn Valentin Meichtry, Initiator und Geschäftsführer von Sozialkanal.ch, spricht unsere CEO Dr. Regula Ruflin darüber, wo das strukturelle Potential von Organisationen im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit liegen kann. Doch was heisst überhaupt «Potential»? Und bezieht sich das Potential auf eine Organisation selbst oder deren Klientinnen und Klienten? Welche Strukturen sind vorhanden und wovon werden diese beeinflusst? Und welchen Herausforderungen begegnen Organisationen in sozialen Handlungsfeldern? Diesen und weiteren Fragen wird im Gespräch nachgegangen. Erfahren Sie hier unsere Gedanken und Lösungsansätze.

Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen: Kooperation oder Konkurrenz?
Was sind aktuell schwierige und sich verändernde Bedingungen für Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen? Wie entwickeln diese Organisationen ihre Fähigkeiten zur Erholung und/oder Transformation? Welches sind die aktuellen Trends und mögliche Finanzierungsmodelle? Und inwiefern findet Kooperation oder Konkurrenz statt? Diese und weitere wichtige Fragen haben wir am diesjährigen INSOS -Kongress, der unter dem Motto «Gesund.Agil.Resilient» in Flims durchgeführt wurde, in einem Referat erörtert. Gerne verweisen wir auch auf die Zusammenfassung sowie auf weitere spannende Referate.

Veranstaltungen

Nationaler Zukunftstag am 8. November 2018
Wenn Tim einen Tag als Kindergärtner schnuppert und Anna sich den Beruf der Automechanikerin anschaut, dann ist Nationaler Zukunftstag. An diesem Tag sollen Schülerinnen und Schüler der ganzen Schweiz Einblicke in geschlechtsuntypische Arbeitsfelder erhalten. Wir ermuntern Sie also, Ihre Türen zu öffnen und interessierten angehenden Arbeitsmarktteilnehmenden Ihren Betrieb zu zeigen.

Safe the Date: 20. Nationale  Gesundheitsförderungs-Konferenz am 17. Januar 2019 in Bern
Am 17. Januar 2019 findet die 20. Nationale Gesundheitsförderungs-Konferenz im Stade de Suisse (Bern) statt. Die Gesundheitsförderung Schweiz und Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren laden ein, um über «Städte und Gemeinden am Puls der Gesundheit» zu berichten und zu diskutieren. Die Veranstaltung richtet sich an Akteure der Gesundheitsförderung und Prävention, Vertretende von öffentlichen Institutionen, politische Entscheidungstragende sowie wissenschaftliche Expertinnen und Experten. Erfahren Sie hier mehr.

 

Gut zu wissen

Dank «Ärgerbox» Alltags-Barrieren und Hindernisse im Kanton Bern abbauen
Haben Sie kürzlich im Kanton Bern Barrieren im Alltag wahrgenommen, die für Menschen mit einer Behinderung zum Ärgernis werden könnten? Etwa, indem Sie in einer öffentlichen Einrichtung vergeblich nach einem Lift ins obere Stockwerk gesucht haben? Hinterlassen Sie Ihre beobachteten Hindernisse in der Ärgerbox der Kantonalen Behindertenkonferenz (kbk). Damit helfen Sie den von Hindernissen im Alltag betroffenen Menschen, ihr Leben barrierefreier gestalten zu können und dadurch ihre Teilhabe zu verbessern.

Wissensplattform zu den Sustainable Development Goals (SDG) der UNO
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO (Sustainable Development Goals, SDG) bilden einen Teil der UNO-Strategie bis 2030 ab. Zur Top 5 der Ziele gehören:

1. Keine Armut (zero poverty),
2. Keinen Hunger (zero hunger),
3. Gute Gesundheit und Wohlbefinden (good health and well-being),
4. Hochwertige Bildung (quality education),
5. Geschlechtsgleichstellung (gender equality).

Darüber hinaus sind weitere 12 Ziele im Rahmen dieses Aktionsplans formuliert worden. In der Summe sollen diese dazu beitragen, Verbesserungen für den Menschen, unseren Planeten und den weltweiten Wohlstand herbeizuführen und den weltweiten Frieden und Freiheiten zu fördern. Hier geht es zur SDG-Wissensplattform.

Gesundheitsfördernde Projekte und Abnehmerinnen und Abnehmer von CHF 25’000 Fördergeld gesucht
Im Januar 2019 wird der 8. meingleichgewicht-Award und damit eine Fördersumme von CHF 25’000 verliehen. meingleichgewicht fördert, vernetzt und unterstützt Institutionen und Organisationen, die nachhaltige und ganzheitliche gesundheitsfördernde Projekte für und mit Menschen mit Behinderungen realisieren. Bis Ende November 2018 können alle Institutionen, Vereine und Organisationen in der Behindertenhilfe, welche Menschen mit Behinderungen in Ihrem Alltag unterstützen und Ideen oder Projekte zur Gesundheitsförderung entwickelt haben oder entwickeln werden, ihre Teilnahme einreichen. Hier finden Sie mehr Informationen.

Die Neuordnung der Pflegefinanzierung greift, aber…
Anfang 2011 trat die Neuordnung der Pflegefinanzierung in Kraft. Inwiefern die Ziele erreicht worden sind, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zwischen 2016 und 2017 evaluieren lassen. Gemäss dem im Juli 2018 publizierten Evaluationsbericht  wurden die Ziele grundsätzlich erreicht. Auch soll der Pflegebereich künftig verschiedene Änderungen erfahren, wie etwa die Erweiterung der Kompetenzen der Pflegefachpersonen bei der Bedarfsabklärung. Interessierte finden hier genauere Informationen.

Burnout erscheint erstmalig im neuen Internationalen Klassifikationssystem medizinischer Diagnosen (ICD-11)
Das Internationale Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen (ICD) der WHO umfasst Codes resp. Diagnoseschlüssel für Verletzungen, Krankheiten und Todesursachen. In der neuesten Version (ICD-11), welche seit Juni 2018 als Entwurf vorliegt, 2019 verabschiedet wird und 2022 in Kraft treten soll, finden sich rund 55’000 solcher Codes. Einer von zahlreichen «neu» aufgenommenen Codes ist derjenige für Burnout (QD85: Burn-out). Obschon es ein weit verbreitetes Phänomen darstellt, gab es für Burnout bislang keine einheitliche oder international gültige Definition. In der Vorgängerversion wurde Burnout nebst anderen Symptomen unter Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10, Z73) subsumiert.

Beste Grüsse aus Bern

Ihre socialdesign ag

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